Archiv des Autors: Team HIV-Testwoche

Wenn ich lieber gar nichts über meinen HIV-Status wissen will?

Manchmal ist die Befürchtung, sich in einer Risikosituation mit HIV angesteckt zu haben, so groß, dass man den Test aus Angst vor dem Ergebnis nicht wagen will. Oder der Gedanke „Es wird schon nichts passiert sein“ verdrängt die Besorgnis.

Das mag im Moment als der leichtere Weg erscheinen. Auf Dauer aber ist das Nicht-Wissen keine Lösung: Die Unsicherheit belastet, und eine unerkannte HIV-Infektion ist ein gesundheitliches Risiko – für den Partner oder die Partnerin, vor allem aber für einen selbst. Je später die Infektion festgestellt wird, desto schwieriger ist die Behandlung. Immer wieder kommt es vor, dass Menschen erst dann von ihrer HIV-Infektion erfahren, wenn sie sich mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung bemerkbar macht. Lassen Sie es nicht soweit kommen: HIV-Test jetzt!

Wenn der HIV-Test negativ ist

Der Moment, in dem man erfährt, nicht mit HIV infiziert zu sein, bedeutet Erleichterung, Entspannung, Freude. Dennoch bleibt auch Nachdenklichkeit.

Denn es hätte anders ausgehen können, das Risiko für eine Infektion war da. Solche Risiken zukünftig zu vermeiden, dabei wollen die Expertinnen und Experten der AIDS-Beratung helfen. Im Gespräch zum Testergebnis kann man gemeinsam besprechen, welche Möglichkeiten es gibt, sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen.

Wissen gibt Sicherheit für die Zukunft!

Wenn der HIV-Test positiv ist

Die Mitteilung, HIV-positiv zu sein, scheint von einem Moment auf den anderen die ganze Lebensplanung in Frage zu stellen. Unzählige Fragen, Ängste und Sorgen sind plötzlich da; wie wird es weitergehen für mich, meinen Partner, meine Partnerin, meine Familie?

In diesem Moment nicht allein zu sein, ist wichtig. Die Expertinnen und Experten in der AIDS-Beratung haben große Erfahrung in der Begleitung Betroffener und sie haben allen Grund, Hoffnung und Zuversicht weiterzugeben. Denn HIV-positiv zu sein, bedeutet heute nicht mehr, innerhalb weniger Monate sterbenskrank zu werden. Auch wenn die Infektion noch immer nicht heilbar ist, so kann sie doch – rechtzeitig erkannt – in den allermeisten Fällen so gut behandelt werden, dass viele Jahre und Jahrzehnte vor den Betroffenen liegen.

Wie man den eigenen Weg findet, mit HIV zu leben, wo es Ansprechpartner für die medizinische Betreuung gibt, wer bei praktischen Fragen weiterhilft und wo es Kontakt zu anderen Betroffenen gibt, all das ist Thema im Beratungsgespräch bei der Mitteilung des HIV-Testergebnisses. Damit niemand mit der Diagnose „HIV-positiv“ nach Hause geht und nicht weiß, wie es weitergehen soll.

Wissen gibt Sicherheit für die Zukunft!